Beim Guten Hirten


Weil ich Jesu Schäflein bin,
freu ich mich nur immerhin
über meinen guten Hirten,
der mich wohl weiß zu bewirten,
der mich liebet, der mich kennt,
und bei meinem Namen nennt.


Unter seinem sanften Stab
geh ich aus und ein und hab
unaussprechlich süße Weide
dass ich keinen Mangel leide.
Und sooft ich durstig bin,
führt er mich zum Brunnquell hin.


Sollt ich denn nicht fröhlich sein,
weil ich sein bin und er mein?
Denn nach diesen schönen Tagen
werden Engel heim mich tragen
in des Hirten Arm und Schoß.
Amen! Ja, mein Glück ist groß.


Henriette Luise von Hayn (*1724   1782)
Strophe 3: Herrnhuter Brüdergemeine

 

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Lydia Schoknecht

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